Volksbühne Berlin am Rosa-Luxemburg-Platz
 

Lisa Bassenge

Das Ende des Jazz wird ja häufiger betrauert. Gerade wenn man von Sängerinnen spricht. Lisa Bassenge geht es da nicht anders als Billie Holiday zu ihrer Zeit, die auch keinen Wert darauf legte, ihren intensiven Ausdruck mit technisch beeindruckenden Scat-Koloraturen zu verwässern. Aber zu den Stärken der großen Sängerinnen gehörte auch schon immer eine gewisse Unbeirrtheit, was die Schubladensysteme der selbsternannten Gralshüter des guten Geschmacks, die recht eigentlich Gefängniswärter sind, anbelangt. Hauptsache, sie blieben sich selbst treu. Intensive und mitreißende Authentizität war auch der Bassenge schon immer zu eigen – ob als Teil der Berliner Electro-Chanson Formation „Nylon“, mit dem „Lisa Bassenge Trio“ oder auf Solopfaden. 2013 veröffentlichte sie mit "Wolke 8" ihr siebtes Solo-Album, welches von ihrer Plattenfirma als "ihr unhöflichstes" beschrieben wurde. Womöglich spielt da die Zusammenarbeit mit Bassenges Koautor Thomas Melle rein, den die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung zu den aufregendsten jungen Schriftstellern Deutschlands zählte. Die Platte ist übrigens wie ihr Vorgänger "Nur fort" (2011, ausgezeichnet mit dem goldenen Jazz Award) komplett in deutscher Sprache, was gut zu Lisa Bassenges Streifzügen durch das Niemandsland von Jazz und Chanson passt.

Tickets kosten an unseren Billettkassen 17,- Euro. Bei Buchungen über unseren Webshop kommen 2,- Euro Systemgebühr dazu.

  

Lisa Bassenge Website

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