Volksbühne Berlin am Rosa-Luxemburg-Platz
 

Podiumsdiskussion: Freiheit auf Arabisch

Der Aufstand ist gekommen: Sind die Revolten in Ägypten und Tunesien der Anfang einer neuen Weltordnung?


Erleben wir im arabischen Raum eine Zeitenwende? 1989 endete die alte Weltordnung aus den beiden Blöcken Ost und West, nach 9/11 entwickelte sich die Konfrontation zwischen dem Westen und dem Islamismus. Ist nun der arabische Aufstand 2011 der Beginn einer neuen Epoche mit neuen politischen Kräften und Koordinaten? Und wo positionieren sich dabei die Linken?
Klar ist, die arabischen Autokratien sind kaum mehr reformfähig. Wirtschaftlich und kulturell sind sie in der Sackgasse, sie können die Bedürfnisse der jungen, durch das Internet mit der Welt verbundenen Generation nicht mehr befriedigen, bieten ihr keine Perspektiven. Doch wie geht es weiter? Führen die Revolten wirklich zu einer umfassenden Demokratisierung? Stürzen noch weitere Despoten? Können die Aufstände auch Vorbild sein für den Iran? Und was bedeutet die neue Lage für die Sicherheit Israels und den Frieden im Nahen Osten?
Es diskutieren: Fathiyeh Naghibzadeh, Eldad Beck, Thomas von der Osten-Sacken und Bernd Beier. Moderation: Ivo Bozic
Eine Veranstaltung der Wochenzeitung »Jungle World« und der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Unterstützt von Disko e.V.

Zu den Teilnehmer/innen:
Die Iranerin Fathiyeh Naghibzadeh lebt seit 1985 in Berlin. Sie ist aktiv in der exiliranischen Opposition und hat das »Mideast Freedom Forum« mitgegründet. Sie ist Co-Regisseurin des Films »Kopftuch als System - machen Haare verrückt«. Thomas von der Osten-Sacken ist Geschäftsführer der »Hilfsorganisation Wadi - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit«. Die NGO ist derzeit vor allem im Nordirak aktiv. Als Journalist beschäftigt sich Thomas von der Osten-Sacken seit vielen Jahren mit dem Nahen Osten. Gemeinsam mit Bernd Beier war er während des Aufstands in Tunesien. Bernd Beier ist Mitbegründer der Wochenzeitung »Jungle World« und dort als Chef vom Dienst tätig. Er hat unter anderem auf dem »Jungle-World«-Blog »Jasmin und Tränengas« aus Tunesien berichtet. Eldad Beck ist Korrespondent der größten israelischen Tageszeitung »Yedioth Ahronoth« und war Anfang Februar während der Proteste in Ägypten und zuvor in Tunesien.

  

//