Volksbühne Berlin am Rosa-Luxemburg-Platz
 

MaerzMusik 2011: Volker Schlöndorff im Gespräch mit Michael Nyman

Das Festival für aktuelle Musik legt in diesem Jahr den Schwerpunkt auf Hören und Sehen, auf die Verbindung von bewegten Klängen und bewegten Bildern. In der Volksbühne präsentiert MaerzMusik zwei Stummfilmvorführungen mit Live-Musik. Das Ensemble Modern begleitet Fritz Langs Metropolis mit Musik von Martin Matalon. Außerdem ist der sowjetische Klassiker Šestaja čast’ mira (Ein Sechstel der Erde) des Film-Revolutionärs Dziga Vertov mit einer neuen Musik von Michael Nyman zu erleben, aufgeführt von der zehnköpfigen Michael Nyman Band.
Ein Sechstel der Erde (1926) ist ein filmisches Manifest. Sein Schöpfer ist einer der großen Pioniere des Kinos: der Filmemacher und Medientheoretiker Dziga Vertov. Er entwickelte eine neue Sprache in Bild und Ton und war Dokumentarist einer in Bewegung befindlichen Welt. Film war für ihn die moderne Ausdrucksweise eines neuen Weltbildes. In Ein Sechstel der Erde montiert Vertov dokumentarisches Material aus verschiedenen und entlegensten Regionen der Sowjetunion. Seine ins Land gesandten Filmkorrespondenten sind Boten der revolutionären Wende im „sechsten Teil der Erde“. Michael Nyman, bekannt durch Musiken zu den Filmen Peter Greenaways, komponierte 2009 für Ein Sechstel der Erde eine neue Musik. Nyman ist fasziniert von der russischen Filmavantgarde, besonders von Vertov, dessen Filme Das elfte Jahr (1928) und Der Mann mit der Kamera (1929) er bereits neu vertont hat. Vor der Vorstellung ist Michael Nyman im Gespräch mit Volker Schlöndorff zu erleben.

  

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Michael Nyman

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